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Vitamine Das kleine ABC der Vitamine

Vitamine sind organische Verbindungen, ohne die kein menschliches Leben möglich ist.
13 sind der Wissenschaft bis heute bekannt.

Das sollten Sie über sie wissen:

Unser Körper kann Vitamine nicht selbst herstellen und wenn, dann nur in nicht ausreichender Menge. Daher ist er auf die angewiesen, die wir über die Nahrung aufnehmen. Vitamine schützen uns vor schädlichen Stoffen aus der Umwelt und stärken unser Immunsystem. Sie erhalten bestimmte lebenswichtige Funktionen des Organismus aufrecht und sind wichtig u. a. für: Haut, Haare, Herz, Augen, Knochen, Blutgerinnung, Blutbildung, Nerven, Gefäße, Hormone und Wachstum. Nicht zuletzt sind sie mitverantwortlich bei der Steuerung unseres gesamten Stoffwechsels (Verwertung von Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten).

Casimir Funk, ein polnisch - amerikanischer Biochemiker schuf den Begriff Vitamin im Jahre 1911. Das Wort setzte er aus dem lateinische Vita = Leben und amin = stickstoffhaltig zusammen. Er dachte, alle Vitamine seien Stickstoff - Verbindungen. Heute weiss man jedoch, dass sie organischer Natur sind. Also Kohlenstoff - Verbindungen.

Vitamine schützen

Vitamine sind in der Lage, uns vor Herzinfarkten und Bluthochdruck zu bewahren. Häufigste Ursache dieser Erkrankungen ist die "Verkalkung" (Arteriosklerose) der Gefäßwände.

Studien renommierter Wissenschafter belegen, daß die tägliche Einnahme von Vitamin C, E und Beta Carotin sowie der Eiweißverbindungen Lysin und Polin (150 - 500 mg jeweils) einen wirksamen Schutz für die Gefäßwände vor Ablagerungen bedeuten. Zusätzlich stabilisieren diese Substanzen sie noch.

Heutzutage haben jedoch viele unter uns nicht mehr die Zeit und Muße, ausreichend Vitamine in natürlicher Form aufzunehmen. Vitamin - Präparate und Nahrungsergänzungsprodukte können diese Mangelerscheinungen ausgleichen.

Grundsätzlich sind natürliche Vitamine aber aufgrund der vielen Begleitstoffe gesünder als synthetische. Daher sollten Sie diejenigen Nahrungsergänzungsprodukte vorziehen, die aus der Natur gewonnen worden sind und nicht etwa aus dem Chemiekasten.

Vitamin A und Beta Carotin

Beta Carotin ist die Vorstufe von Vitamin A und wird deshalb auch Provitamin A genannt. Enthalten ist Beta Cyrotin in: Aprikosen, Mangold, Mango, Melonen, Feldsalat, Fenchel, Grünkohl, Spinat und natürlich in Karotten. Vitamin A finden Sie vorwiegend in Schweine- oder Hühnerleber (eher seltener genießen), Aal, Eiern und Butter. Eine Überdosis von Vitamin A kann gefährlich werden. Beide Vitaminarten benötigen wir für unsere Haut, Schleimhäute, Augen, Haare, Zellschutz, Fortpflanzung, Knochenentwicklung und Wachstum. Folgende Mangelerscheinungen können entstehen: schuppige, trockene Haut, Sonnenbrand durch herabgesetzten Hautschutz, Nachtblindheit, erhöhte Infektanfälligkeit, Zeugungsunfähigkeit bzw. gestörte Fruchtbarkeit sowie Wachstumsstörungen.

Vitamin B 1

Vitamin B 1 (Thiamin) ist vorwiegend enthalten in: Geflügel, Kartoffeln, Schweinefleisch, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten. Thiamin kann in unseren Körper nicht gespeichert werden. Daher sollte die tägliche Zufuhr 1,3 bis 1,6 mg betragen (250 g Haferflocken = 1,2 mg).
Vitamin B 1 benötigen wir für unsere Nerven, das Herz und die Muskeln sowie für den Stoffwechsel der Kohlenhydrate.

Vitamin K

Besonders Neugeborene benötigen viel Vitamin K. Es dient in erster Linie der Blutgerinnung. Würde es fehlen, wäre die Blutungsneigung bedeutend höher. Reich an Vitamin K sind vor allem alle Kohlgemüse, besonders Sauerkraut. Auch durch Leber, Eier, Milch und Tomaten kann man die empfohlene Tagesdosis von 65 Mikrogramm decken.

Niacin

Niacin (Nicotinsäure) findet sich in Vollkorn, Kaffee, Erdnüssen, Pilzen, Erbsen, Mais, Fleisch und Fisch. Täglich sollte man etwa 16,5 mg Nicacin aufnehmen, was dem Verzehr von 150 Gramm Hühnerbrust entspricht. Mangelerscheinungen sind in Europa recht selten anzutreffen. Aber Dermatitis (Hauterkrankungen), Diarrhoe (Durchfall) und Dementia (nervöse Störungen) können oft die Ursache von Cicotinsäurenmangel sein. Wichtig ist Niacin beim Auf- und Abbau von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen sowie dem Schutz der Haut und des Nervensystems.

Pantothensäure

Gerade figurbewusste Menschen sollten darauf achten, dass sie täglich (ca. 6 bis 10 mg) ausreichend Pantothensäure zu sich nehmen. Denn es zählt zu den Schönheits- und Schlankheits-Vitaminen. Es federt den Stress ab, dient der Hormonbildung, dem Abbau von Eiweißen, Kohlehydraten und Fetten, den Haaren, der Haut und den Schleimhäuten. Mangelerscheinungen wie Gelenkschmerzen, vorzeitig ergrautes Haar, Haarausfall, Verstopfung, Lernschwäche oder Krämpfe in Armen und Beine kann man durch den Verzehr von Leber, Niere, Milch, Käse, Pilzen, Walnüssen, Gemüse, Vollkorn oder Eigelb verhindert.

Folsäure

Schon in der Schwangerschaft dient Folsäure der Bildung von Zellen sowie deren Teilung. Ungeborene und Kinder leiden besonders in ihrer Entwicklung unter einem Mangel. Ein offener Rücken sowie ein schnell wachsendes, hyperaktives Kind können die Folgen davon sein. Erwachsene leiden dann meist unter Blutarmut, einer gestörten Verdauung sowie einer Veränderung der Schleimhäute. Die Tagesdosis sollte bei 300 Mikrogram liegen, was etwa 300 Gramm Broccoli entspricht. Weitere Folsäureträger sind Rinderleber, Gemüse, Salate, Weizenkeime und Eigelb.

Biotin

Biotin findet man am häufigsten in Leber, Milch, Champignons, Spinat und Hülsenfrüchten vor. Aber auch in fast allen anderen Lebensmitteln finden sich Spuren von Bioton. Die Tagesdosis liegt bei mindestens 30 bis 100 Mikrogramm. Abgespanntheit, Depressionen, Nervosität, gesplitterte Fingernägel, Hautveränderungen und Haarausfall gründen sich oft auf einen Biotinmangel. Denn es ernährt Haut, Haare und unser Nervensystem. Auch beim Umbau von Kohlehydraten und Fettsäuren spielt Biotin eine wichtige Rolle.

Pseudo-Vitamine

Neben den "richtigen" Vitaminen gibt es noch sogenannte "Pseudo"-Vitamine. Diese wirken zum Teil ähnlich wie die "richtigen", werden aber im Gegensatz zu ihnen meist vom Körper selbst hergestellt. Mangelerscheinungen sind dort selten und eine Einnahme kann oft eher schädlich sein.
 
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